MS2000M Strobelight

Einer der interessanten Ausrüstungsgegenstände aus der 2nd Line ist das MS2000M Strobelight. Deshalb möchten wir es an dieser Stelle etwas näher vorstellen. Das MS2000M (Military) wird von ACR Electronics INC. und FEDCAP REHAB SVCS. in den USA produziert. Die größten Abnehmer sind verständlicherweise die US Streitkräfte welche für das MS2000M einen eigenen Forderungskatalog aufgestellt haben. Leider liegt uns dieser nicht vor so daß wir nur über das Endprodukt sprechen können. Auch die Spezialkräfte der Bundeswehr, sowie Fallschirmjägerspezialzüge und Kampfschwimmer benutzen das MS2000M, z.B. kleben sich Freifaller dieses Gerät auf den Helm um den Kameraden die Positionierung während des Fluges zu erleichtern.

Ein Strobelight - auf deutsch Blitzlicht oder Rettungsblitz - ist originär dazu gedacht daß in Not geratene Personen auf sich aufmerksam machen können. Deshalb existiert das MS2000 noch in verschiedenen anderen Ausführungen die für die zivile Nutzung gedacht sind.

  

Jeder der schonmal das G&P Loadingtool im Stil des MS2000M in der Hand hatte weiß wie das gute Stück aussieht. Nebeneinandergelegt läßt sich fast kein Unterschied feststellen, das Gewicht verrät das Original. Das beträgt übrigens 115 Gramm (ohne Batterien). Während das Loading Tool jedoch aus einfachem Plastik besteht ist das MS2000M aus einem hochschlagfesten Polycarbonat gefertigt. Betrieben wird es mit zwei normalen AA Batterien. Damit lassen sich erstaunliche Leistungen produzieren: Das Gerät kann für acht Stunden 50x Mal in der Minute aufblitzen - mit einer Helligkeit von 250 Lumen - das ist doppelt so hell wie eine Surefire 9P oder anders ausgedrückt - einen Tick heller als der Blitz aus einem guten Fotoapparat. Dieses Licht kann man in klaren, dunklen Nächten bis zu 9,6 km weit sehen (6 Meilen) - das haben zumindest Tests des US Militärs ergeben. Im realistischen Einsatz dürfte man also eine durchschnittliche Sichtbarkeit von 5 km erreichen - was immer noch sehr gut ist. Das Gerät funktioniert auch unter Wasser - zumindest bis zu einer Tiefe von 15,3 Metern (50ft), wobei es auch eine Taucherversion bis 61 Meter gibt.

Das eigentliche Besondere am MS2000M sind seine Modi. Man hat im Grunde drei verschiedene Strobelights in einem. Zunächst den konventionellen weißen Blitz. Dieser wird 360 Grad in alle Richtungen abgestrahlt - ist also rundum sichtbar. Zieht man das Innengehäuse zurück schiebt sich das Licht nach unten ins Aussengehäuse und eine durchsichtige blaue Abdeckung schiebt sich vor den Blitzer. Dadurch blitzt das Strobe jetzt deutlich blau und zudem nur nach oben - in einem Winkel von ca. 30 Grad. Schaut man seitlich auf das Gerät läßt sich die Herkunft des Blitzes nicht wirklich lokalisieren. Warum blau ? Der Blaue Filter ist dafür gedacht sich von Bodenfeuer zu unterscheiden (und kein unnötiges Feuer auf sich zu ziehen). So kann ein Hubschrauber oder Flugzeug inmitten eines Meeres von Mündungsfeuern die eigenen Stellungen erkennen und ggf. Unterstützungsfeuer geben - oder das tun wofür er angefordert wurde.

Der Dritte Modi ist der Infrarot Modus. Mittels einem aufschiebbaren Schildes wird kein sichtbares Licht mehr durchgelassen, nur mit NSG kann man den Blitz noch sehen.

     

Das Gerät an sich ist sehr sauber gearbeitet und hat eine lange (über)lebensdauer. Es kommt mit einem Fangriemen aus Paracord und vielen pfiffigen Ideen wie z.B. die beiden Batterieabbildungen auf der Forderseite. Die Pluspole sind mit kleinen "Knubbeln" versehen - so kann man auch bei völliger Dunkelheit sicher Batterien wechseln. Das Batteriefach ist über einen Schraubverschluß zu öffnen, der ist aus Metall und hat natürlich eine Gummidichtung. Sollte der Verschluß mal total verdreckt sein kann man ihn aber auch mit einer Münze oder dem Boden einer Patronenhülse aufdrehen. Die Verschlußkappe selbst ist mit einem dünnen Stahlkabel gegen Verlust gesichert u.s.w. Solche aufwändigen, aber nützlichen Details sind am MS2000M eher die Regel statt die Ausnahme.

Wozu nun aber ein Strobelight bei AS ? Zunächst fällt mir das das Markieren von Objekten, Gegenständen, Zielen ein - das Licht ist so hell daß es auch bei Tag nicht übersehen werden kann. Damit kann man auch wunderbar gegnerische Truppen irritieren, ablenken oder anlocken. Bei Nacht erweitern sich die Möglichkeiten noch dank weiterer Sichtbarkeit und dem IR-Vorsatz. So kann man aktiv NSG "Prävention" betreiben. Ein durch ein NSG mutmaßlich beobachteter Geländeeinschnitt wird einfach mittels Strobe "geflutet". Während das NSG des Gegners so unwirksam ist können die eigenen Truppen vorrücken. Sogar mit NSG -denn auch im IR Modus kann ich die Blitzrichtung einstellen - also nach vorn.

Fazit - besonders wenn man Nachts spielt ein nützlicher Gegenstand. Nicht unentbehrlich - aber nützlich. ;-)

 

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