LHBW Berghaus Atlas Nachbau

 

Den original Berghaus Atlas haben wir in unserem Review ja schon ausführlich unter die Lupe genommen, nun wollen wir das Selbe mit dem Nachbau der LHBW machen, der ja angeblich  baugleich sein soll. Deshalb wollen wir uns in diesem Kurzreview nur auf Unterschiede zum Original beschränken. Auf Bilder haben wir ebenfalls verzichtet.

 

Weshalb Berghaus zulässt daß sein Rucksack von der LHBW nachgebaut wird und welche Verträge dabei im Spiel sind, entzieht sich meiner Kenntnis und muss uns an dieser Stelle auch nicht wirklich interessieren. Wer jedoch einen Nachbau wie Fernostimport erwartet, der wird eines Besseren belehrt.

 

Erster Eindruck: Einwandfrei. Das olive Gewebe ist eine Winzigkeit dunkler als der Originalstoff, was jedoch sogar von Vorteil ist. Das Cordura ist minimal weicher als die Vorlage, was jedoch nicht materialbedingt ist, sondern eher mit der lnnenbeschichtung zu tun hat. Die ist ein klein wenig dünner als die des Originals, und dunkel statt hell. In der Praxis wird das keinen Unterschied in Sachen Haltbarkeit machen. Das war es aber auch schon an auffälligen Unterschieden. Alle Riemen, Schlingen und Bänder entsprechen dem Original, auch hier wurde hochwertiges Material verbaut. Die Nähte sind fest und gesichert, genau so sauber ausgeführt wie an der Vorlage. Die Schallen ziert nicht mehr der „Berghaus“ Schriftzug, sondern ein „LHBW“- Emblem. Sogar der patentierte „Bergbuckle“ der spezielle Einhand-Hüftgurtverschluß ist dabei. Verarbeitet wurden wie beim Original YKK Reißverschlüsse, sogar in der selben Zahnung und selben Art wie beim Original. Wer auch immer die Dinger herstellt (evtl. Berghaus selbst ?) gibt sich viel Mühe und legt wert auf Qualität. Gerade die Reißverschlüsse sind ja Punkte an denen man gern mal unauffällig Produktionskosten sparen könnte.

 

Die Polsterung ist straff und ordentlich geformt, wie das Original sind auch beim Nachbau verschiedene Rückenlängen lieferbar, die Rückenverstrebung aus Alu scheint ebenfalls dem Original zu entsprechen.

 

Das Produkt erinnert an ein typisches „TL" Produkt, z.B. Magazintaschen. Man bekommt sie von verschiedenen Herstellern dienstlich nach der Technischen Lieferbedingung gefertigt, und man kann sie auch irgendwie von einander unterscheiden — aber eigentlich gibt es keinen Unterschied. Ob es für den Atlas jedoch TL gibt, wage ich zu bezweifeln.

 

Fazit: Eine einfache Rechnung — Original ca. 230 EUR, LHBW Nachbau ca. 140 EUR (früher mal 110...). Aber mittlerweile gibt es Anbieter im Internet die brandneue LHBW Rucksäcke für 60 EUR auf den Markt werfen. So geschehen bei unserem Testmodell. Zum Vergleich —für 60 EUR bekommt man mit Glück gerade mal einen original BW Kampfrucksack...

 

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