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KarrimorSF Predator Seitentasche
Wie wir bereits in unserem Review des Predator TECMAC 50 festgestellt haben hat KarrimorSF mit der Predator Serie ein fortschrittliches Modularsystem auf den Markt gebracht das seines Gleichen sucht. Die entsprechende Seitentasche aus dieser Serie ist wie der Rucksack bei Recon-Company (www.recon-company.com) erhältlich und wir wollen sie uns heute anschauen.
Grundsätzlich ist die Predator Seitentasche eine Tasche für das PLCE System das sich heute an nahezu allen modernen militärischen Rucksäcken findet. Entsprechend passt die Seitentasche auch an den Modellen von Berghaus und Co. Die Befestigung erfolgt PLCE gemäß mittels zweier stabiler Reissverschlüsse (YKK) und 20mm Steckschließen. Davon gibt es bei der Predator Seitentasche jedoch konstruktionsbedingt nur zwei an der Oberseite.
Das Material ist wie die Rucksäcke der Predator-Serie KS100e, ein 1000 Denier Nylon Gewebe. Es vermittelt den Eindruck von Cordura, wirkt jedoch etwas glatter. Das könnte an der Beschichtung der Fasern mit einem Silikon/Polyurethan Elastomer liegen, welches die Abriebfestigkeit, die Haltbarkeit des Gewebes gegen Ausreißen und die Eigenschaften bei einer Querbelastung nachhaltig verbessern soll. Zudem wurde das Gewebe mit einer wasserabweisenden Silikonbeschichtung versehen welche die Wasserfestigkeit dauerhaft erhalten soll. Im Gegensatz zu Cordura, bei welchem die Feuchtigkeit erst durch die Innengummierung und eine Imprägnierung gestoppt wird, kann KS100e auf diese Gummierung verzichten. Die Verarbeitung ist sauber und hochwertig, wie zu erwarten. Das große Karrimor-Label ist als Stickerei ausgeführt und peppt die Tasche nochmals auf.
Diese Seitentasche ist im Gegensatz zu den einteiligen großen Fächern die es sonst für das PLCE System gibt mit 5 Litern Volumen recht klein. Das ist so gewollt, denn zentrale Forderung war ein schmales Profil in der Breite des Rucksacks, damit dieser im Orts- und Häuserkampf nutzbar bleibt. Entsprechend bietet die Predator Seitentasche mit drei Fächern primär Platz für Munition und Kampfmittel, weniger für die persönliche Ausrüstung. Verschlossen werden alle Taschen mit Klett und Steckverschlüssen. Der entsprechende Gegenklett zur Geräuschtarnung ist in der Tasche vernäht, kann also nicht verloren gehen. Griffhilfen am Ende der Deckel tun ihr übriges.
Der Hersteller gibt an: Die beiden oberen Magazintaschen bieten Platz für je drei Magazine (SA80, also STANAG) oder 60 Schuß gegurtete 7,62x51mm Munition, die große Tasche für acht Magazine (STANAG) oder eine Munitionsbox Minimi (5,56x45mm Hardtype Case) oder zwo Munitionsbeutel Minimi (5,56x45mm Softtype Case) oder acht 40mm Granaten oder 300 Schuß gegurtete 7,62x51mm Munition. Wir stellen fest das die Angaben von Karrimor stimmen, auch wenn zu bemerken ist daß die 60 Schuß gegurtete 7,62x51mm Munition in die oberen Magazintaschen nur mit einer guten Technik, am Besten schneckenhausförmig zusammengerollt, hineinpassen. Leider fallen die oberen Magazintaschen für zwei G36 Magazine schon zu schmal aus was den Einsatzwert (zumindest für uns) leider mindert. Nur ein G36 oder ein G3 Magazin passt hinein. Dafür nehmen die Magazintaschen problemlos jeweils einen Nebeltopf auf, oder 2x Schnellnebel, zwo DM58 (übereinander) oder zwo Flashbangs (nebeneinander). Unsere Wahl fällt naturgemäß auf den Nebel, was in meinen Augen ohnehin günstiger ist als Magazine.
Das untere Fach fällt sehr geräumig aus und nimmt Problemlos einen 120 Schuß MG3 Gurtkasten auf. Aber auch vier G36 Magazine lassen sich hier unterbringen oder zwo Claymores, PETN Sprengstoff oder was auch immer relativ zügig zur Hand sein muss. Zwei Wasserauslaufösen runden das Gesamtbild ab. Doch damit nicht genug.
Auf der Rückseite der Seitentasche findet sich noch ein großzügiger Nyloneinschub der Platz für eine Trinkblase bietet und mit zwei Gurtbändern komprimiert werden kann.
Fazit: Die Predator-Seitentasche ist, obwohl einfach im Aufbau, ein Ausrüstungsgegenstand bei dem mal wieder über den Tellerrand hinaus geschaut wurde. Er schafft nicht nur Platz im Rucksack sondern stellt Kampfmittel direkt zur Verfügung. Nicht nur dem Nutzer, sondern auch seinen Kameraden, die wahrscheinlich schneller an der Ausrüstung sind als der Träger selbst. Die Option schnell an die Trinkblase zu kommen ist ein weiterer Vorteil wenn mal wieder keine Zeit ist, nicht erst lang der Trinkschlauch entkoppelt werden kann oder man von Staub und Hitze einfach nur genervt ist. Mit 36,95 EUR (bei www.recon-company.com, ohne mögliche Rabatte) für eine Seitentasche kein Schnäppchen, aber jeden Cent wert. Zwar erhöht die Seitentasche nicht zwangsläufig die Menge der mitgeführten Munition im Trupp aber macht sie wesentlich schneller zugänglich, was einen taktischen Vorteil mit sich bringt. Kleine Ursache, große Wirkung.
Januar 2011
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