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100 Liter Rucksack "Fernspäh" Nachdem mir mein Vulcan lange Zeit gute Dienste geleistet hatte war es mal wieder an der Zeit ein neues Modell auszuprobieren. Nachdem mir Kameraden nur gutes über den TT-Fernspäh berichtet hatten sollte es diesmal also so ein Modell sein. Gesagt, getan. Der Erste Eindruck: BOHR ! Das sollen nur 100 Liter sein ? Der Rucksack wirkt wesentlich größer und ist es meines Erachtens auch. Also erstmal vollpacken. Schnell fällt die elegante Form ins Auge, stromlinienförmiger als der Vulkan. Das Material ist ein Nylongewebe, relativ robust, auch wenn ich schon besseres Material in der Hand hatte. Die Schnallen und Verschlüsse sind hochwertig, die Reissverschlüsse ebenfalls. Gehen wir mal von oben nach unten: Der Deckel ist abnehmbar und hat zwei Innentaschen - eine von Innen über die gesamte Deckelfläche und eine von aussen zugängliche als aufgesetzte Tasche. Der Umstand daß man die Höhe des Deckels auch hinten verstellen kann ermöglicht es nochmal enormen Platz freizugeben, z.B. für eine Iso-Matte oder ein Escape Pack. Der Hersteller gibt das Gesamtvolumen des Deckels mit 10 Litern an. Auf dem Deckel ist noch ein kleiner Gummizug für Zeugs was man schnell zur Hand haben muß, z.B. könnte man das Tarp oder Nässeschutzjacke dort unterbringen. Der Gesamtkörper hat eine enorm dicke Polsterung und zwei eingelassene vorgeformte Schienen um das Gewicht optimal am Körper zu halten und auf den Hüftgurt zu lenken. Und das klappt auch sehr gut. Wie bereits erwähnt ist die Posterung enorm - auch am Hüftgurt. An dem ist übrigens noch jeweils eine 2-er Adapterplatte für BW Koppel angebracht. Per "Vario-Back" System kann man die Tragehöhe verstellen womit man den Rucksack an seine Körpergröße anpassen kann. Diverse Verstellmöglichkeiten für den Hüftgurt, sowie die Rucksackträger und natürlich ein Brustgurt sind obligatorisch. 75 Liter Volumen im Rucksackkörper sind recht einfach aufgeteilt - es gibt keine Aufteilung. Kein zusätzliches Fach - nix. Einfach nur ein großes Loch. Unten ein Reissverschluß als Durchgang bzw. Trennung zum Schlafsackfach (angeblich in den 75 Litern enthalten...) - halte ich nicht für optimal, ein Schnürzug wie im Vulcan wäre mir hier lieber gewesen. Oben natürlich der obligatorische Schnürzug zur Komprimierung, sowie einer am Abschluß der Packhülle. Die Seitentaschen (15 Liter) lassen sich per Reissverschluß vom Rucksack trennen und zu einem Daypack verbinden. Entsprechende Aufnahmen sowie Rucksackträger sind vorhanden, werde aber mangels militärischem Nutzen nicht näher darauf eingehen. Schön an den Seitentaschen ist der Fakt daß sie sich nicht von oben sondern von den Seiten beladen lassen ! Dazu kann man sie zu 2/3 öffnen. Lästiges kramen in den Seitentaschen gehört damit mit vernünftiger Packdisziplin der Vergangenheit an. Das Bodenfach fungiert als Schlafsackfach. Und dieses Fach hat den Namen "Schlafsackfach" auch endlich mal verdient. Großzügiger Platz, sowohl ein unkomprimierter BW Schlafsack passt rein, aber auch ein komprimierter US Intermediate Cold Schlafsack ! Das will was heißen. Gut zu erkennen - die Rückenverstrebung geht bis hinunter in das Schlafsackfach. Verschlossen wird das Fach mit einem Reissverschluß und zusätzlich mit Schnappverschlüssen. Nettes Feature - aussen sind nochmal zwei kleine Einschübe für Kleinkram angebracht. Neben unzähligen Schlaufen (die man dank mitgelieferter Clips nicht abtapen muß) sind im Lieferumfang auch eine schwarze Helmhalterung und eine 6er Adapterplatte für BW Koppelaufnahme. Da diese aber einen ungünstigen Schwerpunkt hätte und das Gewicht zu sehr nach hinten verlagern würde werde ich sie wohl eher selten nutzen. Viel gibt es an diesem Rucksack nicht zu verbessern, einzig etwas Trassierband habe ich angenäht (natürlich auf Klett). Fazit: Toller Rucksack zum durchaus angemessenen Preis.
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