JS Tech Drop-Pouch

 

Eigentlich war ich ja auf der Suche nach einer Hülle für mein Tarp und Zubehör (4EA Gummispanner, 6EA Plastikheringe 20cm, 5EA BW Zeltgestänge — mit Schur umwickelt), als ich auf das Drop-Pouch (DP) von JS-Tech stieß. Nichts besonderes, und eigentlich nichts was ich mir zulegen würde, aber der Preis war zu gut uni das DP nicht zu kaufen.

 

Drop-Pouches sind ein leidiges und strittiges Thema an sich. Wozu werden sie benutzt? Eigentlich ist ein DP nichts weiter als ein offener Beutel der an Rig oder Weste bzw. Koppel angebracht wird und in den man Kleinteile steckt die nicht verloren gehen sollen. Ein Trend aus den USA (woher auch sonst...). Da dort ja jeder besonders „tactical“ sein will gehört bei so manchem ein DP zum guten Ton, auch wenn der tatsächliche Einsatzwert höchst fragwürdig erscheint. In der Praxis soll der DP dazu genutzt werden leere Magazine schnellstmöglich aus der Hand zu haben um die Zeit des Magazinwechsels zu verringern. Klar, leeres Magazin aus der Waffe, in den DP — neues Magazin aus der Weste in die Waffe —fertig. Als Verfechter der guten alten Magazinschlinge bedeutet die Nutzung eines DP für mich zusätzliches Gerümpel an der ist oder 2nd Line zumal der DP nur maximal 4 G36 Mags aufnimmt. Für mich also keine Überlegung wert. Doch kommen wir zum eigentlichen DP.

    

 

Der JS-Tech Drop-Pouch besteht aus einer 25x30cm großen stabilen Nylontasche welche am oberen Rand eine ovale Öffnung hat. Die ovale Form garantiert ein eingenähter Kunststoffring, welcher sich zwar zusammendrücken lässt, aber die ursprüngliche Form stets wiederherstellt. Die Öffnung ist an seiner weitesten Stelle ca. 10cm weit, weit genug um problemlos auch größere Gegenstände hinein fallen zu lassen. Die Befestigungsmöglichkeiten fallen leider recht mager aus — drei Schlaufen aus Nylonband mit Druckknopf sind zur Adaption am MOLLE oder ähnlichen Systemen vorgesehen, auch am Gürtel kann man den DP Lagen. Jedoch sind die Schlaufen nur drei Zentimeter hoch, also nichts für Riggersbelt und Co. Auch die einzelne 4cm hohe Schlaufe auf der Mitte des DP schafft da keine Besserung.

 

         

 

Nun hat man seine Magazine also in den DP geworfen — doch plötzlich steht ein Stellungswechsel mit kleinem Sprint an. Zeit den DP zu verschließen, damit die Magazine nicht auf dem Boden verteilt werden. Das Verschlusssystem ist interessant. Im Nylonbeutel existiert eine Einlage aus einem dünnen, geschmeidigen Nylon, in welches ringförmig eine Gummisschnur eingelassen ist. Dieser „Beutel im Beutel Wird also nicht am oberen Rand geschlossen (wir erinnern uns — Plastikeinlage) sondern ca. 8cm darunter. Dadurch geht natürlich wertvoller Platz verloren. Zieht man die Gummischnur schließt sich der Nylonstoff und bildet eine Barriere für die innenliegenden Magazine. Mitgedacht wurde bei der Halterung des Verschlusses. Der funktioniert über einen Kordelstopper. Da man jedoch zwei Hände zur Benutzung benötigen würde (einer am Kordelstopper, einer an der Schnur) hat man den Tanka einfach mit einer Schlaufe angenäht. So muß man nur an der Gummischnur ziehen (eine Hand) und schon ist der DP verschlossen.

 

 

Fazit — Nichts was man unbedingt benötigt, zumal G36 Benutzer durch den Platzbedarf ihrer Magazine von einem DP ohnehin absehen können. Praktisch aber zum Verpacken von zusätzlicher Ausrüstung die nicht lose in der 3rd Line gerumgeistern soll.

 

 

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