Code 4 US Airforce Stablampe

Seien wir mal ehrlich - ich finde die Taschenlampen von Surefire und Co. auch toll. Aber wie oft benötigt man einen Breitstrahler oder Punktstrahler mit einer solch hohen Lumenzahl ? Im militärischen Einsatz kaum. Was benötigt man wirklich im Fernspäheinsatz ? Eine Taschenlampe, zum Kartenlesen, und vielleicht mal zum Ausleuchten des Beobachtungsstands, zum Signalgeben.

Welche Forderungen stelle ich also an diese Lampe ? Größe: sie muß klein und leicht sein. Schließlich will ich sie in der 1st Line mitführen. Batterieversorgung: Sie darf nicht auf irgendwelche "Exoten" angewiesen sein. Leuchtstärke: Sie muß mittlere Leuchtstärke haben. Rotfilter: unbedingt notwendig. Empfindlichkeit: Sie muß unempfindlich gegenüber Wasser sein, robust und widerstandsfähig gegenüber mechanischen Belastungen. Bedienung: Sie muß sich möglichst mit einer Hand und auch bei Dunkelheit mit Handschuhen bedienen lassen.

Die Code 4 US Airforce Stablampe vereinigt alle diese Forderungen in einer Lampe.  Auf Bildern sieht man die Code 4 in den Händen von SEALs und Delta´s - sie findet also nicht nur in der Airforce Verwendung. Kein Wunder daß sich die Kameraden von so mancher speziellen Einheit der BW dieses Baby beschaffen.

   

Am einfachsten kann man die Code 4 mit einer Mini Maglight vergleichen. Der Lampenkörper ist aus schwarz eloxiertem Aluminium, mit Öse für einen Fangriemen am hinteren Ende, wobei der Körper sehr griffig geriffelt ist. Die Lampe verfügt über einen Ansteckclip, der in meinen Augen wenig Sinn macht. Der An/Aus-Schalter ist ein einfacher Drücker, der die Lampe mit deutlich spür- und hörbarem "Klick" bedient. Er ist vollständig Gummiert und bietet dem Finger eine Hilfe aus Gummi, die einerseits die Position des Drückers deutlich markiert, andererseits das Wegrollen der Lampe verhindert.

Unterhalb der Gummierung läßt sich die Lampe aufschrauben und gibt das Batteriefach frei. Das bietet Platz für zwei AA Batterien (60 Gramm). Oberhalb der Gummierung läßt sich die Lampe ebenfalls öffnen und erlaubt den Blick auf die Glühbirne. In einem danebenliegenden Fach ist eine Ersatzbirne untergebracht.

Den Abschluß macht der Lampenkopf. Und hier sitzt auch der eigentliche "Clou" der Lampe: Ein breiter Metallring läßt sich nach unten schieben - und schon ist die Lampe auf "rot" geschaltet. Zieht man den Ring nach oben hat man Weißlicht.

            

Wie funktioniert das ? Generell ist die Lampe eine Weißlichtlampe. Schiebt man den Ring nach zieht sich eine Art rote Manschette über die Glühbirne und läßt fortan nur noch Licht durch diesen roten Filter. Damit verkürzt sich die Lampe um ca. 7mm. Damit das rote Licht auch intensiv genug ist, wurde die Manschatte facettenartig angeschliffen was in Verbindung mit dem Reflektor der Lampe nicht nur schön aussieht, sondern auch ein brillantes rotes Licht liefert.

Fazit: Wer die Möglichkeit hat eine zu bekommen - zugreifen ! Einfach, auch unter Streß leicht zu bedienen - hat man Zweifel ob man gerade Rot- oder Weißlicht eingestellt hat - ein leichter Schlag auf den Lampenkopf und schon hat man Rotlicht.

 

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